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Ganglabor „ReHabX“

Ziel des Projekts „ReHabX: Personalisierte Therapiesteuerung bei Gangstörungen am Beispiel des Schlaganfalls“ ist, die Rehabilitation von Schlaganfallpatienten effektiver zu gestalten

Modernes Ganglabor

Im Mittelpunkt des Projekts steht ein Ganglabor. In diesem Labor erfassen Ärzte die Bewegung des Patienten und digitalisieren sie. Eine neu entwickelte Software errechnet eine Figur, einen sogenannten Avatar, und erstellt auf Grundlage der Daten ein Video.

Videoanalyse der Bewegungsabläufe

Anhand des Videos analysiert der Arzt den Bewegungsablauf und erkennt beispielsweise besser, wie sich Störungen im Bewegungsablauf auswirken. So zeigt sich ein Zusammenhang der Bewegungsstörung des Beines mit der Lähmung des Armes. Die Ergebnisse der Analyse helfen Ärzten und Therapeuten, die Therapie des Patienten passgenauer zu planen.

 

 

Ergebnisse fließen in Therapie ein

Aus den Daten konnten bereits erste klinische Behandlungsentscheidungen für einzelne Therapieformen abgeleitet werden, wie die z.B. die Gabe von Medikamenten oder  Anpassung von Orthesen.

Für die integrierte Behandlung der Gangstörungen von Schlaganfallpatienten müssen drei Behandlungsmaßnahmen vertieft und durch objektivere Diagnostik vereinheitlicht werden:

  • ärztliche Behandlung,
  • Physio-Ergotherapie und
  • orthetische Hilfsmittel: Eine Orthese umschließt das zu unterstützende Gelenk mit Bandagen oder Schienen.

Die gezielteren Therapieanwendungen und orthetischen Hilfsmittel spielen eine zentrale Rolle, da sie zu den gängigsten Versorgungsmaßnahmen bei Schlaganfallpatienten zählen. Diese sollten im Zusammenspiel mit der medikamentösen Behandlung an das individuelle Bewegungsmuster des Patienten angepasst werden.

Wissenschaftliches Gemeinschaftsprojekt

Das Bewegungslabor ist Teil des wissenschaftlichen Gemeinschaftsprojekts "ReHabX-Stroke". Forscher verschiedener Disziplinen, wie Mediziner, Therapeuten und Ingenieure, untersuchen die Wirksamkeit von unterschiedlichen Therapien, mit denen Patienten verloren gegangene Fähigkeiten wiedererlangen sollen. Dazu entwickeln die Forscher ein computergestütztes Analysesystem.

ReHabX-Stroke ist ein Kooperationsprojekt der Universität Essen-Duisburg, der neurologischen Klinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Neurologie der MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr Essen-Kettwig sowie des Instituts für Technologie der Biomechanik und Biomaterialien als Konsortialführer. Das Projekt ist eines von sieben Gewinnern des Wettbewerbs PerMed.NRW 2011. Gefördert wird das Projekt u. a. mit Mitteln der Europäischen Union.

Ihr Ansprechpartner
Prof. Dr. med. Mario Siebler

Prof. Dr. med. Mario Siebler

Chefarzt Neurologie

Tel. +49 2054 88 25 00

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